„Einsatz für das THW-Simmerath“ - OV-Simmerath bei Unfällen im Einsatz
Der erste Einsatz des THW OV-Simmerath am Montag, 9. Januar 2006. Um 11:45 Uhr wurde neben dem Rettungsdienst, der Polizei und der Feuerwehr der OV über Meldeempfänger und Handy-Groupalarm mit den Worten „Einsatz THW, Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ in den Einsatz gerufen. Sechs Minuten nach der Alarmierung waren der Verkehrsunfallkombi (VUK) und der Gerätekraftwagen (GKW-I) mit insgesamt 10 Helfern auf dem Weg zur Einsatzstelle. Ein aus Richtung Lammersdorf kommender LKW kollidierte mit einem sich vermutlich im Abbiegevorgang aus Richtung Simmerath befindenden PKW. Der LKW erwischte den nur mit Fahrer besetzten PKW seitlich in Höhe der Fahrgastzelle und schob diesen über ca. 25m auf den nahe gelegenen Gehweg. Während der Fahrer des LKW nahezu unverletzt blieb, wurde der Fahrer im PKW schwerstverletzt und massiv in seinem PKW eingeklemmt. Somit musste zunächst mittels Seilwinde des GKW-I der LKW vom PKW weggezogen werden, bevor die eigentliche Befreiung des eingeklemmten PKW-Fahreres beginnen konnte. Dazu wurden neben den hydraulischen Schneidgeräten auch Spreizer und Rettungszylinder eingesetzt. Die letztliche Rettung der Person wurde unter Zuhilfenahme von Rettungskorsett und Spineboard des VUK gemeinsam mit den vor Ort eingesetzten Kollegen der Feuerwehren Lammersdorf und Rurberg sowie des Rettungsdienstes durchgeführt. Der schwerstverletzte Fahrer des PKW wurde anschließend mit dem Rettungshubschrauber ins Universitätsklinikum Aachen gebracht, wo er wenige Tage nach dem Unfallgeschehen seinen schweren Verletzungen erlag. Ebenfalls aufgrund eines Unfalls, jedoch mit anderer Aufgabenstellung, wurde der OV-Simmerath in den frühen Morgenstunden des Aschermittwoch, 01.03.06 alarmiert. Wegen massiven Schneefalls, verbunden mit erheblicher Glätte, kam ein LKW mit Auflieger bereits nachts um ca. 03:00 Uhr auf der B 258 in Höhe Monschau von der Fahrbahn ab. Er rutschte dabei über ein großes Verkehrsschild, welches den mit ca. 800 Litern Diesel gefüllten Tank des Fahrzeuges komplett aufriss. Der Kraftstoff ergoss sich daraufhin über die Strasse und über einen direkten Zulauf in die Rur. Erst längere Zeit nach dem Ereignis wurde die Rettungsleitstelle informiert, die Ihrerseits die örtliche Feuerwehr zur Einsatzstelle beorderte. Nach Erkundung und Feststellung des Ausmaßes, nämlich eine breitflächige Verteilung des Kraftstoffes über die Rur in Richtung Rursee, wurden neben weiteren Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Monschau ebenfalls Feuerwehren der Gemeinde Simmerath sowie das THW-Simmerath alarmiert, um im Bereich der Rur Ölsperren zu errichten. Dazu wurde von Seiten des THW eine der kreiseigenen, beim THW stationierten, Ölsperren in Höhe der Ortslage Hammer, Richtung Dedenborn in der Rur platziert. Weiterhin wurden "Ölwürste" sowie Ölvlies zum Auffangen des Kraftstoffes in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und dem Wasserverband in der Rur eingesetzt. Gegen 11:30 konnte der Einsatz beendet werden. Der Abbau der Ölsperren erfolgte nach Vorgaben des Wasserverbandes aus Sicherheitsgründen erst einige Tage nach dem Unfallgeschehen. |